Unterwegs auf deutschen Kulturspuren im Karpatenbecken
Diese 12-tägige Studienreise durch Ungarn, die Slowakei und Rumänien folgt durch beeindruckende Landschaften den geistigen und künstlerischen Spuren der Völker des Karpatenbeckens, die – obwohl grundverschieden – in ihrer Gesamtheit doch eine harmonische Einheit bilden. Schwerpunktmäßig widmet sie sich ehemaligen deutschen Enklaven in Siebenbürgen, der Zips und der Schwäbischen Türkei. Gerne können Sie sich hierbei auch mit einem eigenen 5-10 minütigen Vortrag zu einem beliebigen Thema oder Besichtigungsobjekt aktiv beteiligen und somit den Studienreise-Charakter der Fahrt bereichern.
- Termine
- 07.10.-18.10.
- Gesamtstrecke der Rundreise
- 2800 km
- Mindesteilnehmerzahl
- 12 Pers.
- Höchstteilnehmerzahl
- 23 Pers.
1. Tag Budapest, die „Perle der Donau”
Flug/Fahrt nach Budapest, Transfer zum Hotel. Am Nachmittag unternehmen wir eine ausgiebige Stadtrundfahrt auf den beiden Donauseiten incl. eines Rundganges im Budaer Burgviertel. Das typisch ungarische Abendessen wird im renommierten Cafe Central serviert. Eine Übernachtung im ****Hotel Radisson Blu.
2. Tag Via Plattenseeoberland nach Pressburg
Schon aus der weiten Entfernung sind die Barocktürme auf der Halbinsel von Tihany am Balaton zu sehen. Die Stiftsurkunde dieser 1055 erbauten Kirche ist das erste geschriebene Dokument im Ungarischen. Veszprém, die anmutige „Stadt der ungarischen Königinnen“ entstand im frühen Mittelalter auf einem Granitfelsen. Vor der Führung durch die Herender Porzellanmanufaktur lassen wir uns im noblen Restaurant der Anlage kulinarisch verwöhnen. Zum Sonnenuntergang kommen wir in der slowakischen Hauptstadt an, wo wir im ****Hotel Crowne Plaza einmal übernachten. 340 km
3. Tag Der Gran entlang zur Hohen Tatra
Nach dem Frühstück unternehmen wir einen ausgiebigen Rundgang im schön gepflegten Pressburger Stadtkern, der im alten Glanz erstrahlt! Bratislava war von 1541 bis 1848 unter dem Namen Pozsony die Hauptstadt des ungarischen Königreiches. Dann führt unser Weg zu der im Mittelalter europaweit berühmten Bergbaustadt Neusohl (Besztercebánya, Banská Bystrica). Im frühen 16. Jh. erwarb die Familie Fugger einen Großteil der hiesigen Gold-, Silber- und Kupferminen. Gegen Abend kommen wir in Leutschau (Lőcse, Levoča), der Hauptstadt der Zipser Region, an. Das Abendessen findet im Restaurant des ***Hotels Barbakan, am stimmungsvollen Hauptplatz statt, wo wir zweimal übernachten. 380 km
4. Tag Die historische Zips und eine romantische Floßfahrt
Vierundzwanzig von Deutschen bevölkerte Städte dieser Region bildeten seit 1370 eine Gemeinschaft mit eigenem Selbstverwaltungsrecht. In der Leutschauer Jacobskirche befindet sich der größte gotische Flügelaltar der Welt. Die winzige Ortschaft Zipser Kapitel (Szepeskáptalan, Spišská Kapitula) war in den vergangenen Jahrhunderten nur von Würdenträgern der Kirche bewohnt, in der mächtigen Burg nebenan residierte der Graf, das weltliche Oberhaupt der Zipser Sachsen. Beschaulich ist die 300 Jahre alte evangelische Holzkirche des Zipserstädtchens Käsmark (Késmárk, Kežmarok). Anschließend besichtigen wir das sogenannte Rote Kloster am polnisch-slowakischen Grenzfluss Dunajec, um danach zu einer einstündigen Floßfahrt im malerischen Canyon des Flusses zu starten. In einer, am Südhang der Hohen Tatra liegenden „Räuberhütte“ rundet ein stärkendes Abendessen mit Zigeunermusik das heutige Tagesprogramm ab. 160 km
5. Tag Rákóczi und der Tokajer
Das vielfältige Kulturleben von Preschau (Eperjes, Prešov) wurde seit je her von Ungarn, Deutschen, Slowaken und Ruthenen geprägt. In der Elisabethkirche von Kaschau (Kassa, Košice) ruht Franz Rákóczi II., der berühmte Widersacher des Wiener Hofes im frühen 18. Jh. Hier lebte auch Sándor Márai, der unlängst wiederentdeckte ungarische Schriftsteller (z.B. „Die Glut“). Nach einem späten Mittagessen in Tokaj findet eine unterhaltsame Weinprobe im Keller der Winzerin Katika statt. Gegen Abend erreichen wir unser ****Hotel Lycium in Debrecen. Eine Übernachtung. 310 km
6. Tag Vom „Calvinistischen Rom“ nach Siebenbürgen
Debrecen, die Universitätstadt jenseits der Theiß, spielte schon im Zeitalter der Reformation eine ausschlaggebende Rolle. Drei Jahrhunderte später in der hiesigen Großen Kirche hatte Kossuth das Haus Habsburg im Frühjahr 1849 entthront. Am frühen Nachmittag unternehmen wir einen Stadtrundgang in Klausenburg (Kolozsvár, Cluj-Napoca), der geheimen Hauptstadt des historischen Siebenbürgen, das nach der türkischen Eroberung von Buda im Jahre 1541, als selbständiges Fürstentum ein progressives Staatsleben führte. Hier wurde 1568 zum ersten Mal in Europa die Religionsfreiheit deklariert. In Neumarkt (Marosvásárhely, Târgu Mureş) bewundern wir die beeindruckenden Bauten am Hauptplatz. Der Geburtsort von Bolyai, dem Zeitgenossen von Gauß und Gründer der nichteuklidischen Geometrie, galt lange als die Hauptstadt des magyarisch bevölkerten Szeklerlandes. Das Abendessen genießen wir in unserem Schässburger ***Hotel Sighisoara. 370 km
7. Tag Schässburg, Kronstadt und berühmte Wehrkirchen
Außergewöhnlich ist das Stadtbild von Schässburg (Segesvár, Sighişoara)! Am Hauptplatz von Reps (Kőhalom, Rupea) gönnen wir uns eine Imbisspause. Die schöne Landschaft, die wir heute erleben, beheimatet zahlreiche romanische und gotische Wehrkirchen. Drei von ihnen besichtigen wir: Hamruden (Homoród, Homorod), Honigberg (Szászhermány, Hărman) und Tartlau (Prázsmár, Prejmer). Am Nachmittag erreichen wir Kronstadt (Brassó, Braşov), das noch im frühen 13. Jh. vom Deutschen Ritterorden gegründet wurde. Das Wahrzeichen der Honterus-Stadt, die aufgrund ihrer Lage auch „Salzburg von Siebenbürgen“ genannt wird, ist die Schwarze Kirche, der östlichste gotische Sakralbau Europas. Dann führt unser Weg am Fuße der imposanten Fogarascher Karpaten entlang nach Hermannstadt (Nagyszeben, Sibiu), ins Kulturzentrum der Region. Das Abendessen wird uns im ***Hotel Apollo serviert, wo wir zweimal übernachten. 340 km
8. Tag Entdecken Sie Hermannstadt auf eigene Faust!
Die Stadt ist bis heute Sitz der lutherischen siebenbürgisch-sächsischen Landeskirche. Nach einem gemeinsamen Bummel durch die geschichtsträchtige Altstadt, unterhaltsam geführt von einem Mitarbeiter des evangelischen Bischofsamtes, findet das gemeinsame Mittagessen statt. Nachmittag und Abend stehen in der wuderschönen Stadt zur freien Verfügung.
9. Tag Am Mieresch entlang zur Tiefebene
Sieben Stühle waren einst die administrativen Einheiten der Hermannstädter Provinz. Die drei östlichsten: Reußmarkt (Szerdahely, Miercurea Sibiului), Mühlbach (Szászsebes, Sebeş) und Broos (Szászváros, Orăştie) liegem auf unserem heutigen Weg nach Osten. Nach einer etwa 200 km langen Fahrt im Tal des Mieresch, am nördlichen Rande des historischen Banats (während der Fahrt tauchen natßrlich Namen von weltberühmten deutschsprachigen Literaten dieser Region, wie Lenau und Hertha Müller, auf), erreichen wir am Nachmittag die für die ungarische Wissenschaft sehr bedeutende Universitätsstadt Szeged. Nach der Hochwasserkatastrophe von 1879 wurde dieser Ort gemäß dem Vorbild europäischer Großstädte neu gestaltet. Vor dem Abendessen im familiären *** Hotel Korona machen wir einen zweistündigen Rundgang durch die sehenswerte Stadt. Wir verbringen eine Nacht in Szeged. 380 km
10. Tag In der Schwäbischen Türkei und der Kulturhauptstadt Europas 2010
Nach Durchquerung des nördlichen Batschka-Gebietes nutzen wir die Brücke von Baja, um die transdanubische Hügellandschaft zu erreichen. Die Universität von Fünfkirchen (Pécs) entstand bereits 1367 als erste im Karpatenbecken. Dank dem günstigen Klima herrscht in der Stadt, die als Hochburg des Donauschwabentums im heutigen Ungarn gilt, eine fast mediterrane Stimmung. Während unseres Spazierganges durch die Innenstadt besuchen wir neben dem Dom eine spätantike Grabkammer mit Fresken und das besterhaltene osmanische Bauwerk Ungarns. Den Abend verbringen wir im netten donauschwäbischen Winzerdorf Willand (Villány), wo wir beim Abendessen auch eine gute Weinprobe genießen. Eine Übernachtung in der sehr guten Pansion Bock 230 km
11. Tag Von Südtransdanubien über das Zwischenstromland nach Budapest
Sechsard (Szekszárd) ist ein beschauliches donauschwäbisches Städchen mit einer deutschsprachigen Bühne. Hochinteressant ist die, von Makovecz, dem unlängst verstorbenen und berühmtesten Vertreter der sogenannten organischen Architektur, gestaltete Holzkirche in Paks. Vor dem Stadtrundgang in Kecskemét erleben wir ein Puszta-Programm (Reitvorführung, Kutschenfahrt, deftiges Mahl mit Zigeunermusik) an einem Gehöft inmitten des Gebietes zwischen der Donau und der Theiß. Gegen Abend erreichen wir Budapest. Die einstündige Schifffahrt auf der Donau, inmitten einer atemberaubenden Lichterkulisse, bedeutet den würdigen Ausklang der Reise. Eine Übernachtung im **** Hotel Radisson Blu 300 km
12. Tag Abschied von Budapest
Am heutigen Vormittag entdecken wir zu Fuß und mit Verkehrsmitteln die Sehenswürdig-keiten von Pest (Innenstadt, Leopoldstadt mit der Stephansbasilika und das hist. Judenviertel) Nach dem fakultativen Mittagessen werden wir zum Bahnhof bzw. Flughafen transferiert, um in der Abendstunde in der Heimat anzukommen.
Der Preis beträgt EURO 1195/Person (Einzelzimmerzuschlag: Euro 190) und enthält mit Ausnahme der Flug- und Versicherungskosten folgende Leistungen:
- 11 Übernachtungen mit Frühstück in 3- bzw. 4-Sterne-Hotels
- Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
- Rundreise in bequemem Reisebus
- Deutschsprachige, ortskundige Reiseleitung
- 11 Hauptmahlzeiten in typischen Restaurants
- Floßfahrt durch die Dunajec-Schlucht mit Picknick
- 2 Weinproben
- Eintrittsgelder
- Lichterfahrt auf der Donau inkl. 2 Getränke
- Trinkgelder im Hotel




