Lemberg und Czernowitz, Häuptstädte von Galizien und der Bukowina + Kiew

7-tägige Studienreise in den ehemaligen österreichischen Kronländern und der Hauptstadt der Ukraine

Termin
11.-17. Oktober 2020
Gruppengröße
14-22 Personen

1. Tag Flug nach Lemberg

Am heutigen Nachmittag fliegen wir nach Lemberg. In der Abendstunde Transfer zum **** Hotel Swiss, wo wir dreimal übernachten.

2. Tag Das herrliche Lemberg

Nach dem gemächlichen Frühstück wartet die einmalige Innenstadt Lembergs auf uns! Wir agieren an der Seite der Dozentin der lokalen Uni, Frau Dr. Oksana Sharyak. Die Altstadt ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und wird von Bauwerken der Renaissance, des Barock, Klassizismus und Jugendstils beherrscht. Unser (verspätetes) Begrüßungsmittagessen findet im renommierten Lokal Baczewski statt. Der Spätnachmittag und Abend sind frei.

3. Tag Lytschakiwski-Friedhof und Schowkwa. Theaterabend

Während des Vormittags besuchen wir mit unserer Reiseleiterin den berühmten Lemberger Friedhof, anschließend machen wir einen Abstecher mit dem Bus nach Schowkwa. Im 17. Jahrhundert war die Stadt eine Residenz des polnischen Königs Johann III. Sobieski. Sie besitzt eine Vielzahl von historischen Bauten. Am Marktplatz finden sich zweistöckige Häuser mit breiten Arkaden, wie sie für Handelsstädte in Galizien üblich waren. In der Nähe des Ortes befindet sich eine alte Holzkirche, die seit 2013 Teil der UNESCO-Weltkulturerbes ist.

Nach dem freien Nachmittag ist es mit einem abendlichen Kulturereignis zu rechnen (Theater, Konzert, Referat? Lasst uns überraschen!)

4. Tag Über Iwano-Frankiwsk/Stanislau in die Bukowina

Die Universitätsstadt liegt im Karpatenvorland und wurde als Stanisławów  1662 von der polnischen Adelsfamilie Potocki gegründet. Seit dem 19. Jahrhundert war das galizische Stanislau auch ein Zentrum jüdischen Lebens. Vertreten waren alle jüdischen Richtungen und Parteien mit ihren Institutionen, von der Agudat Israel, über den Bund bis zu zionistischen Parteien. Nach einer Fahrt von 270 km kommen wir in der bukowinischen Hauptstadt an. Vor dem fakultativen Abendessen hält uns Herr Dr. Mykola Kuschnir, der Direktor des lokalen Jüdischen Museums, einen Vortrag über die Stadtentwicklung von Czernowitz. Zwei Übernachtungen im ­­­­**** Hotel Magnat Lux

5. Tag Auf den Spuren jüdischen Lebens in Czernowitz

1849 wurde das Herzogtum Bukowina als eigenes Kronland mit der Landeshauptstadt Czernowitz ins Leben gerufen. 1875 gründete Kaiser Franz Joseph I. anlässlich der 100-jährigen Zugehörigkeit zu Österreich eine Universität mit deutscher Unterrichtssprache. Die deutschsprachige Kultur von Czernowitz wurde hauptsächlich von der jüdischen Bevölkerung getragen. Im späten 19. Jh. waren ein Drittel der Bevölkerung Juden. Heute suchen wir den ganzen Tag nach ihren Spuren; im Jüdischen Museum hält uns der Herr Direktor des Institutes einen Vortrag, dann machen wir an seiner Seite einen Rundgang in der Stadt. Wir legen Blumen an der neu eingeweihten Rosa-Ausländer-Büste nieder. Am Nachmittag folgt ein Abstecher nach Sadagora. Nach seiner Freilassung aus dem Kiewer Gefängnis ließ sich der Rabbiner Israel Friedmann 1842 in Sadagora nieder. Mit ihrem Zaddik kamen in den folgenden Jahren viele chassidische Juden hierher, der Ort wandelte sich zu einem Stetl.  Friedmann residierte in einem Palais. Vor seinem Tode verfügte er 1850 die Errichtung einer neuen Synagoge mit 1.000 Plätzen. Unterwegs zurück in die Stadt besichtigen wir den jüdischen Friedhof von Czernowitz, dann folgt eine Begegnung mit dem heutigen Rabbiner des Ortes. Im sehr guten Lokal Hopatschok laben wir uns über die schmackhafte bukowinische Küche.

6. Tag Flug nach Kiew

In der Morgenstunde fliegen wir in die Hauptstadt, wo die lokale Reiseleiterin Olena mit dem Bus schon auf uns wartet. Bis Nachmittag agieren wir an ihrer Seite. Wegen der vielen Kirchen und Klöster und ihrer Bedeutung für die othodoxe Christenheit wird Kiew seit dem Mittelalter als Jerusalem des Ostens bezeichnet. Es erreichte im 11. und 12. Jahrhundert den Höhepunkt seiner Entwicklung und wurde mit etwa 50.000 Einwohnern eine der größten Städte Europas. Das Höhlenkloster (mit Eintritt) wird uns faszinieren. Im Barockzeitalter florierte die Stadt wieder. Ihre Wahrzeichen: die Sophienkathedrale (mit Eintritt) und das St. Michaelskloster erhielten damals ihr heutiges Aussehen. Unser Abschiedsabendessen wird in einem typischen Lokal serviert. Wir übernachten im **** Hotel Dnipr.

7. Tag Zurück in die Heimat

Während des Tages nehmen wir Abschied vom Lande Schewtschenkos.

Der Preis (schriftliche Nachfrage: alexmatyas0419@gmail.com) enthält außer den Flug- und Versicherungskosten folgende Leistungen: